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Kompostqualität

Die Fachvereinigung Bayerischer Komposthersteller e.V. hat sich zum Ziel gesetzt für Kompost einen Qualitätsstandard einzuführen. Um diesen Standard zu sichern, wurde ein Qualitätszeichen erschaffen, welches von Kompostherstellern erworben werden kann. Die Qualitätszeichennutzer müssen regelmäßige Untersuchungen ihrer Produkte durch ein unabhängiges und anerkanntes Labor durchführen lassen und nachweisen, dass die vorgeschriebenen Qualitätsstandards eingehalten werden.

Der Schwerpunkt der Kompostqualität liegt bei der Hygiene. In den Ausgangsstoffen können sich Krankheitserreger für Mensch und Pflanze oder noch keimfähige Samen und Pflanzenteile befinden. Daher werden die Komposte regelmäßig auf Salmonellen, Escherichia coli, Gesamtkeimzahl, keimfähige Samen und austriebsfähige Pflanzenteile untersucht. Bei Überschreitung der vorgeschriebenen Grenzwerte müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um die Hygienemängel zu beseitigen. Erst danach ist der Vertrieb der Ware gestattet. Eine Hygienisierung findet in der industriellen Herstellung spontan während des Rotteprozesses statt. Auf Grund der großen Menge an Biomasse, welche zu einer Miete aufgeschüttet wird, staut sich die entstandene Wärme (Entstehung während des Abbaus und Umbaus organischen Materials durch Mikroorganismen) im Inneren und heizt die Miete auf über 70 °C auf.

Weiterhin werden alle Komposte auf Steine, Fremdstoffe wie Plastik oder Metall und Schadstoffe untersucht. Nur wenn die festgesetzten Grenzwerte nicht überschritten werden, ist der Vertrieb mit dem Qualitätszeichen gestattet.

Damit eine pflanzengerechte Anwendung möglich ist, werden regelmäßige Untersuchungen verschiedener Hauptnährstoffe (z.B. Stickstoff, Phosphor und Kalium), Spurennährstoffe (z.B. Magnesium) und weiterer Eigenschaften (z.B. pH-Wert und Kalkgehalt) durchgeführt und das Produkt entsprechend deklariert.