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Anlage 3 zu den Güte- und Prüfbestimmungen
Merkblatt "TEMPERATURMESSUNGEN AN KOMPOSTMIETEN
OHNE SYSTEMROTTE"
1. ALLGEMEINES
1.1 Zweck des Merkblattes
Das Merkblatt für die Temperaturmessungen an Kompostmieten soll eine einheitliche
und vergleichbare Temperaturmessung in den Kompostmieten ermöglichen.
Nach der Bioabfallverordnung hat der Kompostierer, die Kompostierung so
durchzuführen, daß die seuchen- und phytohygienische Unbedenklichkeit
des Kompostes nach der Behandlung und bei der Abgabe sichergestellt ist.
1.2 Geltungsbereich
Das Merkblatt wurde in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule in Weihenstephan,
für die Temperaturmessungen an Kompostmieten im Bereich der Eigenüberwachung
erarbeitet. Die Notwendigkeit der Temperaturmessungen geht aus der Bioabfallverordnung
und den Güte- und Prüfbestimmungen der Fachvereinigung Bayerischer Komposthersteller
e.V. hervor. Die Qualitätszeichenbenutzer der Fachvereinigung haben sich
dazu verpflichtet, die Temperaturmessungen arbeitstäglich im Rahmen der
Eigenüberwachung durchzuführen. Die gesetzlich auch vorgeschriebenen Temperaturmessungen
bei geschlossenen Rottesystemen sind nicht Ziel dieses Merkblattes, diese
Messungen sollten möglichst kontinuierlich und automatisch aufgezeichnet
werden.
1.3 Ziel der Untersuchung
Unter Kompostierung versteht man die gesteuerte, mikrobielle Umsetzung
von organischer Substanz unter Sauerstoffeinwirkung. Soll der Rotteprozeß
zügig ablaufen, müssen optimale Lebensbedingungen für die am Abbau beteiligten
Mikroorganismen vorliegen. Für das Rottemilieu von wesentlicher Bedeutung
ist u. a. der Temperaturverlauf. Günstige Milieubedingungen für den
mikrobiellen Abbau lassen sich anhand eines charakteristischen Temperaturverlaufes
im Rottegut erkennen. Nach der Zerkleinerung steigen die Temperaturen
meist innerhalb weniger Stunden auf 60 - 80 °C an (Heißrotte oder thermophile
Phase). Dieses Temperaturniveau wird - weitgehend unabhängig von der
Witterung - in der Regel für 8 -12 Wochen gehalten. Im weiteren Verlauf
der Rotte sinken die Temperaturen auf 30 - 40 °C ab (Nachrotte oder
mesophile Phase). Eine Selbsterhitzung des Rottegutes auf > 60 °C
muß sichergestellt sein, da bei diesen Temperaturen im Ausgangsmaterial
enthaltene Unkrautsamen und Keime (Erreger von Pflanzenkrankheiten)
abgetötet werden.
2. Durchführung der Temperaturmessungen
2.1 Nach den Güte- und Prüfbestimmungen der
Fachvereinigung Bayerischer Komposthersteller e.V. und der BioAbfV (neueste
Ausgabe) sind die Temperaturmessungen an mindestens drei repräsentativen
Zonen in den für die thermische Inaktivierung relevanten Prozeßabschnitten
mindestens einmal arbeitstäglich pro Miete auszuführen und wenn möglich,
automatisch aufzuzeichnen.
2.2 Die Temperaturen sollen im Mietenkem, d.h.
in mindestens 1 m Tiefe, gemessen werden.
3. Kontrollaufzeichnungen (siehe Muster)
3.1 Sämtliche Mieten einer Kompostanlage müssen gekennzeichnet
sein. Für jede Miete sind Aufzeichnungen zu führen, die folgende Angaben
beinhalten:
Manuelle Temperaturaufzeichnungen
- Kompostierverfahren
- Materialzusammensetzung
- evtl. verwendete Zuschlagstoffe
- Rottebeginn und Rotteende
- Mietenquerschnitt
- Anzahl und Zeitpunkt der Umsetzvorgänge
- Art der Umsetzung
- Temperaturen in der Miete, gemessen nach Abschnitt 2
- Umgebungstemperatur
- Ist-Wetter bei der Temperaturmessung.
3.2 Automatische Temperaturmessungen:
- Bei automatischen, kontinuierlichen Temperaturaufzeichnungen müssen
folgende Angaben aus den Aufzeichnungen hervorgehen:
- Kompostierverfahren
- Anzahl und Zeitpunkt der Umsetzvorgänge
- Temperaturverlauf im Bereich der Intensivrotte
- Umgebungstemperatur
4. Mitteilung
4.1 Die Kontrollaufzeichnungen sind dem Obmann des
Güteausschusses der Fachvereinigung Bayerischer Komposthersteller e.V.
ausgewertet und in lesbarer Form bei der Probenahme zur Fremdüberwachung
zu Einsicht vorzulegen.
4.2 Die mietenspezifischen Aufzeichnungen sind mindestens
5 Jahre aufzubewahren.
Temperatur - Messblatt "Indirekte Prozessprüfung"
Temperatur - Messblatt
Indirekte Prozessprüfung Mieten Nr.:...............................
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Datum
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Messtellen
in °C
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Mittel
°C
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Aussen
°C
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Umgesetzt
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Witterung
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Datum
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1
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2
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3
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4
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5
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Mittel °C
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Aussen
°C
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Umgesetzt
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Witterung
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Prüfer:.........................
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